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Die Liberalisierung wirft viele Fragen auf Drucken


Wir geben Ihnen auf die häufigsten Antwort: Liberalisierung Apothekenmarkt?

Was bedeutet Liberalisierung?

Liberalisierung bedeutet, dass sich für deutsche Apotheken einiges ändern wird. Bisher gibt es ein gesetzliches so genanntes Fremd- und Mehrbesitzverbot für Apotheken, das mit der Liberalisierung fallen wird. Heute darf nur eine zugelassene und ausgebildete ("approbierte") Apothekerin oder ein Apotheker eine Apotheke besitzen. Diese Vorschrift soll nach dem Willen der Europäischen Union bald der Vergangenheit angehören. Danach könnte jedermann eine Apotheke kaufen, wenn auch nicht selbst führen. Das muss nach wie vor ein – dann angestellter – Apotheker tun. Apotheken könnten bei einer unregulierten Freigabe des Marktes ganz ohne Beschränkung entstehen und letztlich werden auch Drogeriemärkte und Discounter in den Markt einsteigen. Ein ruinöser Preiskampf droht. Was sich für den einen oder anderen gut anhört, hat aber seine Schattenseiten.

Welche Veränderungen stehen dann im Apothekenmarkt bevor?

Dem Preiskampf mit Billiganbietern werden Apotheken nicht standhalten können. Eine Apotheke wirtschaftlich zu führen, wird dann – insbesondere in ländlichen Gegenden – nicht mehr machbar sein. Viele Apotheken werden schließen müssen.

Was ändert sich dadurch für mich als Kunden?

Erstmal wird es durch Billiganbieter im Markt auch zu günstigeren Angeboten kommen. Sie sollten sich jedoch fragen: zu welchem Preis?

Was ist Ihnen als Kunde wichtig? Alles möglichst günstig zu bekommen? Ja, vielleicht. Aber doch auch, gut beraten zu werden und im Notfall auch nachts Medikamente zu bekommen. Das werden alternative Verkaufsstellen nicht leisten können – und Apotheken wird es nicht mehr überall geben.

Wenn viele Apotheken schließen müssen, werden für Sie die Wege zu Ihrer Apotheke mit Beratungsleistungen und der steten Arzneimittelqualität immer länger.

Wie können Qualität, Beratung und eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden?

Einmal darf die Apothekenbetriebsordnung nicht weiter verwässert werden. Sie muss klar und nachdrücklich den Charakter der Apotheke erhalten. Ebenso muss festgelegt werden, dass Arzneimittel nur in der Apotheke erhältlich sein sollen, also an den Vertriebsweg Apotheke gebunden sind. Zusätzlich könnte die Einführung eines Zulassungssystems diskutiert werden, wie es bereits für niedergelassene Ärzte existiert, um die Versorgung mit Arzneimitteln sicherzustellen.

So würden die Qualität der Arzneimittelversorgung und der Bedarf an Apotheken gesichert.

Wie kann ich helfen?

Indem Sie die Initiative "Arzneimittel aus erster Hand" unterstützen. Mit Ihrer Stimme befürworten Sie die Forderung der Initiative: Arzneimittel gehören in die Apotheke!

 
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