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Die Initiative auf einen Blick |
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Der Hintergrund
Der deutsche Apothekenmarkt steht vor großen Veränderungen. Die Europäische Union treibt die Liberalisierung der Apotheken hierzulande – wie auch in anderen EU-Staaten (z.B. Spanien, Frankreich, Österreich und Italien) – unbeirrt voran. Ziel ist es, gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu schaffen. Im Klartext: Nicht nur ein Apotheker soll eine Apotheke besitzen dürfen, sondern auch Nicht-Apothekern solle es gestattet sein, eine oder mehrere Apotheken zu besitzen. Geführt werden diese Apotheken natürlich nur durch Apotheker. Das so genannte "griechische Optikerurteil" von 2005 gilt heute als auf das Apothekensystem übertragbarer Präzedenzfall – der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte das griechische Fremd- und Mehrbesitzverbot für Optikergeschäfte als nicht mit EU-Recht vereinbar. Als deutsche Instanz bestätigte das Oberverwaltungsgericht Saarbücken im Januar 2007 die Relevanz von EU-Recht auch für den deutschen Markt. Ein Urteil des EuGH für den deutschen Markt ist angekündigt – Experten rechnen bereits im Jahr 2008 mit einer höchstrichterlichen Entscheidung. Dann wird aller
Voraussicht nach auch das Fremd- und Mehrbesitzverbot für Apotheken in Deutschland fallen.
Die Initiative
"Arzneimittel aus erster Hand" ist eine Initiative des Bundesverbandes zur Förderung der innovativen inhabergeführten Serviceapotheken Deutschlands (ISA) und der GEHE Pharma Handel GmbH. Die Initiative richtet sich an alle, die den Wandel im Arzneimittelmarkt aktiv mit gestalten, Qualität und Kompetenz aus der Apotheke erhalten und die sichere Versorgung Deutschlands mit Arzneimitteln auch in einem künftig deregulierten Markt sicherstellen wollen.
Mit der Liberalisierung gehen große Veränderungen einher. Für Apotheken steigt der Wettbewerb, was zwar kurzfristig Vorteile für den Verbraucher schaffen kann: Mehr Apotheken, größere Konkurrenz, günstigere Preise. Langfristig doch trügt diese vermeintliche Verbraucheridylle! Die Vorteile von Preiskämpfen sind nur von kurzer Dauer. Bald schon könnten in ländlichen Gebieten und am Stadtrand Apotheken nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden: Eine Unterversorgung entsteht, Akutversorgung, Nacht- und Wochendienste sind nicht mehr garantiert.
Auf Kosten des Wettbewerbs werden dann auch Beratung, Service und Qualität gehen. In einer aktuellen Repräsentativumfrage der Initiative "Arzneimittel aus erster Hand" sagen 91 Prozent der befragten Endverbraucher, sie sähen Beratung, Qualität und schnelle Verfügbarkeit von Arzneimitteln nur durch Apotheken sichergestellt. Wer darauf auch weiterhin nicht verzichten möchte, der kann sich jetzt an der Initiative "Arzneimittel aus erster Hand" beteiligen: Wir gründen ein starkes Netzwerk! Geben Sie virtuell Ihre Stimme ab.
"Die Initiative auf einen Blick" als PDF-Download (ca. 8 KB).
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