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Arzneimittel gehören in die Apotheke

Initiative fordert angemessene Apothekenbetriebsordnung und Bindung des Vertriebsweges für Arzneimittel an die Apotheke

Stuttgart, 28. November 2007 – Die Apothekengruppe "ISA" und der Stuttgarter Pharmagroßhandel GEHE fordern eine klare und unverwässerte Apothekenbetriebsordnung, die den Charakter der Apotheke erhält und die den Vertriebsweg für Arzneimittel in Apotheken festschreibt. Damit sollen die Qualität und Kompetenz aus der Apotheke auch künftig sichergestellt werden. Fast 400 Apotheken und Verbraucher unterstützen bisher mit ihrer Unterschrift die neue Initiative "Arzneimittel aus erster Hand", teilte der ISA-Verband mit. Die Unterschriftenaktion läuft auf dieser Online-Plattform, die mit erweiterten Funktionen an dieser Stelle zu finden ist. 
 


Das aktuelle Plakat für eine sichere und flächendeckende Arzneimittelversorgung aus der Apotheke vom November 2007  (PDF/ca. 500 KB).
 



93 % der Deutschen fordern: Arzneimittel gehören in die Apotheke!

EU-Liberalisierung steht bevor - Apotheker-Initiative fordert Zulassungssystem

Düsseldorf, 26. September 2007 – Arzneimittel gehören in die Apotheke – das sagen 93 Prozent der Deutschen in einer repräsentativen Umfrage mit über 1.000 Teilnehmern. Die im ISA Verband zusammengeschlossenen Apotheken und der Pharmahändler GEHE sehen die flächendeckende Versorgung und Beratungsqualität durch die bevorstehende EU-Liberalisierung bedroht. Für 2008 wird ein entsprechendes Urteil des europäischen Gerichtshofs erwartet. Medikamente könnten dann auch von Drogerien oder Lebensmittelhändlern angeboten werden; ein ruinöser Wettbewerb droht in den Innenstädten und eine Gefährdung der Versorgung in ländlichen Gebieten. Unter dem Motto "Arzneimittel aus erster Hand" fordert die Initiative ein Zulassungssystem für Apotheken nach englischem Vorbild.

Die Untersuchung offenbart ein Dilemma: Die Befragten halten die flächendeckende Verfügbarkeit (82 %), den Preis (73 %) und die objektive Beratung (66 %) für die wichtigsten Kriterien beim Arzneimittelkauf. Zudem erwarten die Verbraucher von der Liberalisierung zwar niedrigere Preise (66 %), befürchten aber auch gleichzeitig einen Verlust an Beratungsqualität (64 %). Nur 31 Prozent erhoffen sich mehr Kundenorientierung von der Liberalisierung. Die Initiative fordert daher, diese unvereinbaren Gegensätze nicht dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen, sondern eine politische Lösung rechtzeitig umzusetzen.

"Die Veränderungen auf dem Apothekenmarkt sind Realität", sagt André Blümel, Vorsitzender der Geschäftsführung der GEHE Pharma Handel GmbH und führt fort. "Die Marktbeteiligten müssen jetzt die Chance ergreifen und für eine ’regulierte Deregulierung’ sorgen. Hierfür haben wir gemeinsam Vorschläge erarbeitet." "Wir wollen keine Wild-West-Verhältnisse auf dem Apothekenmarkt, denn eine unkontrollierte Liberalisierung geht auf Kosten der Verbraucher", erklärt Dr. Werner Gajewski, Apotheker und ISA-Sprecher: "Apotheken am Stadtrand und in ländlichen Gegenden könnten nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, Akutversorgung und Nacht- und Wochendienste wären nicht mehr gewährleistet und die Beratungsqualität lässt nach."

Bildmaterial zur Pressekonferenz am 26. September 2007

Die aktuelle Verbraucherstudie vom September 2007 (PDF/ca. 97 KB).


Ansprechpartner:Michael Brinkert


Michael Brinkert
GEHE Pharma Handel GmbH
Neckartalstraße 131
70376 Stuttgart
Tel.: 0711 57719 - 573
Fax.: 0711 57719 - 759
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